Proteste begleiten Aufmarsch der Piusbrüder in Freiburg

Am Freitag, den 26. März 2010, marschierten die antisemitischen, rechtskonservativen und antiemanzipatorischen Piusbrüder in Freiburg
auf. Rund 100 Menschen kamen auf einer Gegenkundgebung zusammen, um ihren Unmut über die menschenverachtende Propaganda der Piusbrüder kund zu tun. Mobilisiert hatten mehrere Gruppen aus dem linksradikalen und queer-feministischen Spektrum. Die Polizei war mit einigen Hundertschaften vor Ort und beschützte die Piusbrüder.

Nach einer halben Stunde voller Gebete, Schweigeminuten und Gesang setzen sich die rund 70 Gläubigen in einem Polizeispalier in Bewegung. Gegendemonstrant_innen gelang es die ganze Zeit, in die Reihen der Piusbrüder zu sickern und sie mit lauten Pfiffen und Transparenten zu stören und zu foppen. Die Polizei ging mehrmals auf Gegendemonstrant_innen los, schubste und drängte sie an den Rand des Aufmarschs.

Am Ende des Aufmarsches ging das Redner_innenpult der Piusbrüder kaputt, was die Polizei als Anlass nahm, zwei Menschen festzunehmen. Im späteren Verlauf wurde eine weitere Person festgenommen, da sie pöbelte.

Während die Proteste im letzten Jahr aufgrund sehr kurzer Mobilisierungszeit eher mager ausfielen und von teils harter Repression begleitet wurden, gelang es in diesem Jahr erstmals, den Piusbrüdern entschlossen entgegen zu treten. Zwar konnte der Aufmarsch
nicht verhindert, aber massiv gestört werden.


2 Antworten auf „Proteste begleiten Aufmarsch der Piusbrüder in Freiburg“


  1. 1 Tom 30. März 2010 um 16:21 Uhr

    Hallo!
    Prinzipiell gut, denen entgegenztutreten. Die Frage ist aber, wie es am Besten ankommt. Neben dem, was Ihr schon tut, würde ich noch zwei Dinge tun:
    a) Innertheologisch argumentieren, sprich, die Theologischen Schwachstellen ihrer Theologie aufzeigen und ihnen dann eine andere, liberalere Theologie entgegenstellen;
    b) Aufzeigen, wie einseitig ihre Ziele sind, z.B. deren ‚Lebensschutz‘. Zeigen (mit Plakaten, Fragen, Pressemeldungen o.ä.), dass sie sich einen Dreck um Kinder scheren, die geboren werden, dass sie sogenannte ‚uneheliche‘ Kinder immer noch stigmatisieren – ebenso wie unverheiratete Menschen, sofern sie nicht Priester, Mönch oder Nonne sind. Dass ihr Sozialengagement für benachteiligte Kinder gegen Null geht. Dass sie nichst für Kinderbetreuung tun. Dass sie auch Erwachsenen nicht helfen, zu überleben oder gut zu überleben. Z.B. den zahlreichen Obdachlosen auf Freiburgs Straßen und Pläzen. Etc.

  1. 1 Protest gegen Piusbrüder in Freiburg « Gegen Abtreibungsverbot und christlichen Fundamentalismus! Pingback am 27. März 2010 um 21:46 Uhr
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